Gemeinsam für neue Fahrradkultur in Bayern

Der bayerische Verkehrsminister Joachim Herrmann hat bei der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen: Gemeinsam für neue Fahrradkultur in Bayern, ein eigenes Referat für den Radverkehr in Bayern angebündigt. Insgesamt sollen in den nächsten fünf Jahren bis zu 200 Millionen Euro in den Radwegebau investiert werden.

„Innenminister Herrmann nannte es sein erklärtes Ziel, die Möglichkeiten der Fahrradnutzung ständig zu verbessern. Dabei setze er an vier Säulen der Radverkehrsförderung an – der Infrastruktur, der Information, der Kommunikation und dem Service. „Diese grundsätzliche Schwerpunktsetzung will ich in einem Radverkehrsplan Bayern zusammenfassen.““

„Insgesamt will Herrmann eine neue Fahrradkultur in Bayern entwickeln: „Das Radfahren muss noch mehr ins Bewusstsein von Bürgern, Verwaltung und Politik gerückt werden.““

„Lücke im Radweg noch immer nicht geschlossen“

Auch wenn die Überschrift fälschlicherweise vermuten lässt, dass nur noch eine Lücke im Radweg offen wäre, hat die Main-Post Würzburg unser Thema ein weiteres Mal aufgegriffen: Lücke im Radweg noch immer nicht geschlossen

In dem insgesamt sehr gut recherchierten Artikel von Steffen Standke, werden die verschiedenen Aspekte der Radwegsdiskussion beleuchtet, angefangen bei den unterschiedlichen Vorstellungen zur Streckenführung bis hin zur fehlenden Bereitschaft eventuell betroffener Grundstückseigentümer, nötige Flächen zu verkaufen oder zu verpachten.

Ob die am Ende zitierte Allianz zur interkommunalen Zusammenarbeit zwischen Rottendorf, Gerbrunn, Randersacker und Theilheim aber tatsächlich etwas für den Radweg bringt, darf wohl eher bezweifelt werden, außer vielleicht bei einer rechtzeitigen Einigung und damit verbunden, Planung und Projektierung, unter Umständen eine etwas höhere öffentliche Förderung.

Kalter Morgen – heißes Thema

Unterschriftensammlung im Mai 2014 vor dem Edeka in Randersacker

Es gibt sicherlich Angenehmeres, als morgens um sieben Uhr bei windigen 6 Grad plus im Freien zu stehen und Unterschriften zu sammeln. Nachdem wir aus nachvollziehbaren Gründen am Ostersamstag keine Erlaubnis bekommen hatten, durften wir aber gestern, am Samstag den 03. Mai 2014, vor dem Edeka in Randersacker Werbung für unsere Unterschriftensammlung machen. Dem Marktleiter und den Inhabern hier nochmals unser Dank.

Es war nicht nur ein erfolgreicher Tag für unser Anliegen, wir haben insgesamt fast 500 Unterschriften gesammelt, sondern auch die vielen interessanten Gespräche die wir führen konnten und die geballte positive Unterstützung die wir erfahren durften, haben uns gezeigt, wie wichtig das Thema Radweg ist.

Aus den zahlreichen Einzelgesprächen konnten wir zusammenfasst die folgenden Schwerpunkte herausfiltern:

  • der alte Radweg ist vielen zu steil
  • bei Fahrten auf der Staatstraße haben viele schon brenzlige Situation selbst erlebt oder bei anderen wahrgenommen
  • viele haben Angst, wenn sie mit dem Fahrrad auf der Staatsstraße unterwegs sind, vor allem auf dem Rückweg nach Theilheim
  • ein Radweg macht nur Sinn (für die Radfahrer), wenn dieser parallel zur Staatsstraße läuft und kein zusätzliches Höhenprofil aufweißt
  • viele weibliche Radfahrer möchten auch nicht durch die Weinberge oder den Wald fahren müssen, sondern in Sichtweite der Staatsstraße
  • als extreme Gefahrenstelle und unmögliche Lösung, wird die derzeitige Überquerung der Staatsstraße vor der (oder nach, aus Richtung Randersacker) scharfen Kurve empfunden
  • auch Autofahrer empfinden die Situation mit den vielen Radfahrern auf der engen, unübersichtlichen Strecke, als gefährlich

Ganz toll fanden wir auch die Unterstützung seitens der Randersackerer Bürger, mit der wir vorher so nicht gerechnet hatten.

Radweg auch ein Thema in Randersacker

Überquerung alter Radweg an der Staatsstraße – Richtung Theilheim

Es ist wohl eine Tatsache, dass schon seit den frühen 1980er Jahren immer wieder Initiativen in Punkto Radweg ergriffen wurden. Diese schliefen dann aber auch gerne wieder ein. Auffällig hierbei ist dann schon ein wenig, dass sich das Thema Radweg mit schöner Regelmässigkeit als Wahlkampfthema im Vorfeld der Kommunalwahlen wiederbelebt hat.

Sicherlich ist die Situation im engen Theilheimer Tal, die kleinparzellige Eigentümerstruktur der verschiedenen Grundstücke, welche durch die eine oder andere Streckenvariante betroffen wären, alles andere als einfach zu bezeichnen.
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